Rückblicke

Neue Wege entstehen dadurch, dass man sie geht

Neues aus dem evangelischen Kindergarten Menzingen

„Neue Wege entstehen, dadurch, dass man sie geht“. Das Begehen neuer Wege wird in Zeiten von Pandemie und Lockdown, von jedem von uns gefordert. Manche Wege wählen wir freiwillig und andere müssen wir gehen.

Wir Erzieherinnen vom Kindergarten Menzingen sind derzeit fleißig am Ausprobieren, welche Wege für die Kindergartenkinder, Eltern und auch für uns gute Wege sind.

So fand vor einigen Tagen ein virtueller Elternabend, für alle an unserer Einrichtung interessierte Eltern statt. Es ist zwar eine vollkommen neue und andere Form des Kennenlernens, dennoch fanden wir diesen neuen Weg eine Chance.

Unsere Teamsitzung, welche wir vor der Pandemie wöchentlich in unserem Teamzimmer abgehalten haben, wird von nun an ebenfalls im „virtuellen Teamzimmer“ stattfinden.

Früher saßen die Kinder unseres Kindergartens gemeinsam im Stuhlkreis und hörten und sahen Geschichten. Da der Großteil der Kinder derzeit, den Weg in den Kindergarten nicht gehen darf, ist uns auch hier ein Weg eingefallen.

Wöchentlich gibt es von nun an Geschichten auf dem Youtubekanal der evangelischen Kirchengemeinde Menzingen zu sehen.

Einen aus dem ersten Lockdown bewährten Weg gehen wir weiter und so bekommen die daheim betreuten Kinder Mails, Bastelangebote und vieles mehr.

Wir hoffen sehr, dass wir in absehbarer Zeit aber auch auf gewohnte Wege und Pfade zurückkehren und den Alltag mit all unseren Kindergartenkinder verbringen dürfen!

Bis dahin wünschen wir allen ein gutes, gesundes und kreatives Ausprobieren neuer Wege!

Das passiert gerade im Evangelischen Kindergarten Menzingen (Oktober 2020)

In der vergangenen Dienstbesprechung hat das Kindergartenteam des Kindergartens Menzingen festgestellt, dass coronabedingt derzeit viele Menschen nicht wirklich viel von unserem Kindergarten mitbekommen. Da Corona wohl noch eine ganze Zeit unseren Alltag beherrschen wird, wollen wir Sie, liebe LeserInnen ab und an auf den neuesten Stand bringen.

Nach unserem Wasserschaden im vergangenen Jahr und den darauffolgenden Renovierungsarbeiten, durften im September unsere Krippenkinder in ihre wirklich schönen Räumlichkeiten zurückkehren.

Wir sagen an dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN an alle, die uns über diese ganze Zeit durch unterschiedliche Hilfen unterstützt haben!!!

Zum Wort bzw. zum Motto des Jahres wird „gruppenintern“ gewählt.

In diesem Jahr feierten die einzelnen Gruppen Erntedank. Der Dank wurde in Wort, Geschichten und Liedern vom „Band“ zum Ausdruck gebracht. Anders als sonst gab es keine gemeinsam zubereiteten Speisen.

Wo es früher einen Elternabend zu Beginn des Kindergartenjahres gab, waren es in diesem Jahr vier Elternabende an unterschiedlichen Tagen, an denen der jeweilige Elternbeirat gewählt wurde und es einige wenige Infos aus den Gruppen zu erfahren gab.

Auch den Laternenumzug zu Ehren des Heiligen Martin wird es in diesem Jahr nicht wie gewohnt geben.

So gilt es derzeit viele unserer bisherigen Aktionen und Veranstaltungen zu überdenken und neue Wege zu gehen. Wir hoffen, dass wir diese weiterhin gesund und voller Zuversicht gehen dürfen!

Winterwaldtage (Januar 2020)

„Ja, wo wollt ihr denn hin?“, so fragte man uns auf dem Weg zum Wald. Die Kinder erzählten mit strahlenden Augen, dass wir zum Spielen in den Bauwald gehen. „Wir haben einen Reisigunterschlupf gebaut. Wir machen Stockspiel und Vespern und wollen nach Tieren suchen.“ „ Da würde ich auch gerne mitgehen!“, war die Antwort darauf. Tatsächlich sind die Kinder mit vollem Eifer dabei. Durch die gute Stimmung untereinander war der Weg zum Bauwald auch bald geschafft. Ziel der Waldtage war es die Anpassung der Tiere an die Bedingungen im Winter spielerisch zu erfahren. Im Winterwald ist es ziemlich still. Die Kinder lauschten in den Wald hinein. Warum ist hier so leise? Die Zugvögel sind im warmen Süden. Einzig den Eichelhäher, den Wächter des Waldes konnte man hören. Er schreit und warnt die anderen Tiere. „Achtung“ hier kommt wer. Die Vögel, die noch das sind, finden in manchen Winter wenig zu fressen. Deshalb haben wir im Kindergarten selbst Fettknödel mit Haferflocken und Sonnenblumenkernen hergestellt und an unserem Vesperplatz im Wald aufgehängt. Es war interessant für die Kinder zu beobachten, dass da den nächsten Tagen daran gefressen war. Die Sonne kam heraus und manche Insekten und Krabbeltiere kamen unter der Laubdecke hervor. Wer ist noch im Winterwald unterwegs? Wir entdeckten Fußspuren von Rehen und einen Salzleckstein für diese, Eine Suhle, die Badewanne der Wildschweine und im Hohlweg fanden wir leere Schneckenhäuser, die der Fuchs geknackt hatte. Diese Tiere finden auch im Winter noch was zum Fressen. Sie verstecken sich und brauchen viel Ruhe, um Energie zu sparen. Deshalb verhielten wir uns auch ruhig. Wir entdeckten einen Totholzbaum mit dem Buchstaben H wie Habitat, Lebensraum für viele Insekten, Larven, Käfern und Moose. Hier fühlt sich der Holzwurm wohl und der Specht findet genug zum fressen. Auch die Kinder klopften und bohrten dran herum und fanden heraus, dass das Holz zu Mehl und wieder zu Erde wird. So erkannten sie komplexe Zusammenhänge von Werden und Vergehen im Kreislauf. All das fanden die Kinder sehr spannen und konnten spielerisch mit Tierkarten ihr Wissen vertiefen.Die Schulanfänger konnten ihre eigenen Kräfte ausprobieren, sich messen und auch als Gruppe gut zusammenwachsen. Drei schöne, ereignisreiche und bereichernde Waldtage gingen schnell vorbei und es wurde beschlossen: „Im Frühling gehen wir wieder in den Bauwald“