Bericht unserer Anerkennungspraktikantinnen

Liebe Leserinnen und Leser,

wir begleiten Menschen auf dem Weg zu pädagogischen Fachkräften. In diesem Jahr absolvieren zwei Auszubildende ihr letztes Jahr, das sogenannte Anerkennungspraktikum, in unserem Kindergarten.

Heute stellen Ihnen unsere Anerkennungspraktikantinnen Melanie Baldischwiler und Paula Weis ihre Abschlussarbeiten vor.

Mein Anerkennungsjahr absolviere ich im evangelischen Kindergarten Menzingen. Dazu gehört auch, mit den Kindern an einem Projekt zu arbeiten. Dieses erstreckte sich über drei Monate von Ende Januar 2019 bis Anfang April 2019. Die teilnehmenden Kinder, waren zwischen zwei und drei Jahren alt und besuchten die Krippengruppe des Kindergartens. Neben der Sprachentwicklung und den ersten Körpererfahrungen, stand für mich die Sinnesschulung im Vordergrund. So entstand das Projekt „Mein Körper“. Spielerisch lernten die Kinder ihren Körper und dazugehörende Funktionen kennen. Wir begannen mit dem Kopf, dazu gehörte auch, die Dinge wie z.B. das Auge oder das Ohr benennen zu können und heraus zu finden was man damit machen kann. Um die Lernkompetenzen der Kinder überprüfen zu können, gestaltete ich ein  großes Gesicht aus Pappe. Die Kinder konnten die Einzelteile die von mir vorbereitet waren, zu einem Gesicht zusammenlegen und wir klebten zusammen die Haare, Ohren, Augen die Nase und den Mund auf das Gesicht. Wir gaben dem Kopf den Namen Frau Locke und hängten sie im Gruppenraum auf. Es gab immer wieder Angebote, die den Sehsinn, den Hörsinn und den Geschmackssinn schulten. Ob beim Spielen oder Singen im Morgenkreis oder auch beim Basteln während der Freispielzeit, überall stand der Körper und die Sinne in Vordergrund. Ganz besondere Aufmerksamkeit schenkten die Kinder ihren Händen und Füßen. Der Tastsinn begleitete uns das letzte Drittel der Projektzeit. Dinge zu erfühlen und mit den Händen und Füßen zu arbeiten machte den Kindern ganz besonders viel Spaß. Beim Malen mit Fingerfarben oder dem herstellen von Fuß – und Handabdrücken mit Fingerfarben konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Es folgten Angebote wie z.B. das Einrichten eines Linsenbads, ein Fußbad mit anschließender Fußmassage oder das Lackieren der Nägel und vieles mehr.  An einem Angebot besuchte uns auch mein Praxislehrer, an diesem Tag stellten einige Kinder einen Fußabdruck aus Gips her. Die Projektzeit wurde mit einem Elternkaffee abgeschlossen. An diesem Nachmittag sangen wir Lieder über unsern Körper und stellten die Werke, die die Kinder hergestellt hatten vor. An Foto - Pinnwänden konnten die Eltern sehen, was ihre Kinder während der gesamten Projektzeit alles gemacht hatten. Im Anschluss gab es Kekse in Fuß – und Handform, die ich mit den Kindern einen Tag zuvor gebacken hatte.

(Melanie Baldischwiler)

                                                                                                                                                           

Unsre Erde ist wundervoll, sie zu schützen richtig toll.
Dies zu tun ist ganz leicht, darum fangen wir an sogleich“

Liebe Grüße Mutter Erde. Dies ist der Titel des Projekts, das ich mit den Kindern der Bärengruppe im Rahmen meines Anerkennungsjahr durchgeführt habe. Während der Zeit des Projekts haben wir uns mit dem Thema Natur- und Umweltschutz beschäftigt. Wir sind Fragen wie zum Beispiel

- wie funktioniert richtige Mülltrennung?

- was passiert mit dem Müll, wenn er im Müllauto verschwunden ist?

- wann sind eigentlich Erdbeeren in Deutschland reif?

- warum ist es besser Deutsche Erdbeeren zu kaufen?

nachgegangen.

Während der Zeit des Projekts haben wir immer wieder Besuch vom kleinen “Umweltschreck“ bekommen. Der Umweltschreck ist eine Handpuppe. Er hat den Kindern erzählt, dass er in seinem ganzen Leben noch nie einen Mülleimer benutzt hat, da er seinen Müll einfach aus dem Fenster wirft. Schnell war den Kindern klar dass das nicht gut sein kann für Mutter Erde. Um genau heraus zu finden was mit dem Müll passiert, wenn wir ihn einfach in die Natur werfen haben wir ein Experiment gestartet. Wir haben Abfälle, die im Kindergartenalltag entstehen in Blumentöpfen und Erde eingepflanzt. Darunter waren Apfelreste, Küchenpapier, Malpapier, Bananenschalen, ein Joghurtbecher und eine Lolli Verpackung. Sie können sich wahrscheinlich schon denken was noch heute gut sichtbar in der Erde liegt. Bereits nach einer Woche war der Apfel fast verschwunden, auch die Bananenschale war schon ordentlich verschimmelt, nur die beiden Plastik Abfälle haben sich nicht verändert. Diese Nachricht haben die Kinder dem Umweltschreck mitgeteilt, dieser war darüber etwas erstaunt. Er möchte sich jetzt auch einen Mülleimer anschaffen und in Zukunft benutzen.  Aus dem Müll, der im Kindergartenalltag entsteht, haben wir gemeinsam Müllmonster gebastelt. Die Müllmonster der Kinder haben wir einige Wochen im Eingang des Kindergartens ausgestellt. Durch viele weitere Aktionen habe ich versucht die Kinder für unseren Planeten und seine Bedürfnisse zu sensibilisieren.

Das Projekt sehe ich als Bereicherung, den nicht nur die Kinder der Bärengruppe und des Kindergartens, nein auch die Eltern und Erzieherinnen wurden für dieses wichtige Thema sensibilisiert. Das freut mich sehr, denn der Umweltschutz ist ein Thema das uns alle Betrifft.

Ich bedanke mich bei meinen Kolleginnen, dass sie mich während des Projekts unterstützt und ermutigt haben.   

(Paula Weis)