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Frühlinghafte Waldtage

Der Frühling ist gekommen….

Nach unserem letzten Waldaufenthalt im Winter, machten wir uns nun auf den Weg den Frühling zu entdecken. Das Wetter war blendend; durch die Aprilsonne hatten die Bäume und Sträucher zarte, grüne Blättchen getrieben. Die Buschwindrösschen blühten, Schöllkraut und wilder Schnittlauch gab es jede Menge. Auf leisen Sohlen schlichen die Kinder mit wachen Sinnen durch die Bauwaldshohl. Oben angekommen erzählten die Kind über ihre Erlebnisse. Nach kurzer Orientierung nach allen Himmelsrichtungen und dem Wetter liefen wir das letzte Stück zum Bauwald. Nach einer wohlverdienten Vesperpause ging es daran den Wald mit Abenteuerlust zu erkunden. Da gab es Spielmaterial genug, abgesägte Baumstümpfe, Reisighaufen, Äste uns alles was vom Brennholz machen umherlag. Die Kinder konnten mit viel Spaß ihrer Fantasie freien Lauf lassen, klettern, bauen untersuchen, erforschen und experimentieren. Die Zeit verging wir im Flug. Eine Efeuranke wurde zur Schaukel umfunktioniert und die Kindern probierten sich am Schwingen und fallen lassen. Ein herrliches Spiel. Ohne Zutun der Erzieherinnen halfen sich die Kinder gegenseitig beim Aufsteigen und Schwingen und nahmen aufeinander Rücksicht. Sie fanden sich gut als Gruppe zusammen.

An einem anderen Tag ging es dann zum Mühlwald. Abenteuerlich mit allen Sinnen, streiften wir durch das Sumpfgebiet und entdeckten Bärlauch, Farne, Schlüssel- und Sumpfdotterblumen. Auf einen Baumstamm sitzend lauschten die Kinder in den Wald hinein und hörten Vögel zwitschern, ein Flugzeug, Traktorknattern, ein leichter Wind streifte durch die Baumwipfel… Ein Spiel mit Naturmaterialien schärfte den Tastsinn: „Was ist in deiner Hand.“ Ein Zapfen, Stein, Feder, Schneckenhaus, Blatt, Holz etc. Beim Weitergehen hielten die Kinder nach Tierspuren Ausschau und entdeckten Wildschweinspuren, Wein-und Ringelschnecken, Ameisen unter einem Stein und viele verschieden Käfer und Insekten. Die gelben Schlüsselblumen lockten die Mädchen ein Sträußchen für die Mama zu pflücken. Auf einer Wiese bei der Waldmühle machten wir nochmals rast, bis wir uns dann singend „Besucht uns mal im Kindergarten“ auf den Rückweg machten.

Was Kinder brauchen, haben uns die Waldtage wieder einmal gezeigt: Natürliche, sinnliche Erlebnisse in und mit der Natur sind prägend und schärfen die Wahrnehmung. Ein Fundament für Kreativität, Zufriedenheit und Teamfähigkeit. Kinder lernen selbstständig und mit viel Freude die Natur zu entdecken.